Der Platz Jemaa el-Fna ist der berühmteste öffentliche Platz in ganz Marokko. Er stammt aus der Zeit der Gründung Marrakeschs im Jahr 1070 in der Almoravidenzeit. Als Wahrzeichen der Stadt, traditionell, beliebt und lebendig, zieht er jedes Jahr mehr als 10 Millionen Besucher an. Der Platz wurde 1985 als UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und 2001 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt.
Im 12. Jahrhundert war der Platz Jemaa el-Fna ein Ort der Justiz, an dem Urteile öffentlich vollstreckt wurden, der Platz war auch einen Ort wo das Militaer sein Staerke gezeigt hat. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entwickelten sich die Aktivitäten und Funktionen des Platzes weiter. Der spanische Autor Carvajal Marmol beschreibt der Platz als einen kosmopolitischen Ort mit starker kommerzieller Aktivität.
Der heutige Name des Jemaa el-Fna-Platzes tauchte erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf und es war der malische Historiker Abderrahman Es Saadi (1596 – 1656), der eine Erklärung lieferte, Der saadische Sultan Ahmed Al Mansour ( Koenig und Gruender des Badiaa Palastes) hatte geplant, einen großen Moschee auf den Platz zu errichten und gab ihr den Namen Jemaa el Hna oder Moschee der Ruhe, doch eine Pestepidemie dezimierte einen Teil der Bevölkerung, darunter auch den König, und verhinderte den Bau des Gebäudes. Nach diesem Ereignis bekamm der Platz den heute weltweit bekannten Namen Jemaa el Fna oder Zerstörte Moschee erhalten.
In der Nähe der Koutoubia-Moschee, des Königspalastes und vor den Eingaenge der Souks oder Marktes von Marrakesch ist der Platz Jemaa el Fna ein zentraler Treffpunkt und eine traditionelle und historische Attraktion fuer Marokko besucher. Akrobaten, Schlangenbeschwörer, Affenerzieher, Straßenkünstler, Verkäufer von gepresstem Orangensaft, Restauranten in freien, und Straßenhändler, Henna-Tätowierer, Wasserträger,…etc, der Platz füllt sich schnell mit Menschen und die Atmosphäre ist besonders in der Daemerung.
Der platz ist auch ein Arbeitsort fuer Zahnzieher, Heiler und Scharlatane, Verkäufer von Zauberprodukten, Wahrsager oder Hellseher und Geschichtenerzähler. Marokkanische Volksmusikgruppen, Volkstänzer, Gnaoua-Musiker, Berbermusiker, treffen sich auch dort.